Die Geschichte des Le Méridien Parkhotel Frankfurt
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Die Anfänge als Parkhotel KaiserhofEs ist schon einige Zeit her, seitdem man in Frankfurt ein neues Kapitel der Gastlichkeit aufgeschlagen hat. Die Geschichte des Hauses am Wiesenhüttenplatz ist die Geschichte von Wilhelm und Sophie Gömöri, die bereits 1888 ein Hotel gegenüber des heutigen Standortes aufbauten. Das vergleichsweise bescheidene, dreigeschossige Haus nannte sich "Hotel Kaiserhof" und war, wie eine Tafel über dem Eingang stolz verkündete, das Hotel des Deutschen Offizier-Vereins / des italienischen Offizier-Vereins / de Deutschen Beamten-Vereins. "Parkhotel Kaiserhof" nannte Gömöri den prächtigen Hotelneubau, den er 1905 unweit des Frankfurter Haupbahnhofs errichtete. Die Ansprüche an Stil und Ausstattung, die die "Herren von Wiesenhütten" an Ihr zweites Haus stellten lassen sich noch heute ablesen an der prächtigen denkmalgeschützten Fassade und den attraktiven und im Umbau respektierten Details des Neubaus.Das nach damaligem Geschmack äußerst luxuriös eingerichtete Haus trug seinen Namen zu Recht, grenzte es doch direkt an den parkähnlichen Garten des von Wiesenhüttenschen Anwesens, an das der heute noch grüne Wiesenhüttenplatz erinnert. Vor allem die öffentlichen Räume im Souterrain waren großzügig mit Stilmöbeln ausgestattet, die damals schon als Antiquitäten galten, die Wände waren marmorverkleidet und teilweise mit Fresken geschmückt, von den kunstvollen Stuckdecken hingen vornehme Kronleuchter. Kaminhalle, Schreibzimmer und vor allem die Bibliothek schmückten pompöse Gemälde. Überall waren Schauvasen, Skulpturen und andere kleine Kostbarkeiten aufgestellt und vermittelten das Flair vornehmer Gediegenheit. |
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Kulinarisches und gesellschaftliches Renomee in Frankfurt Als der Gründer des Parkhotels, Wilhelm Gömöri mitten im 1. Weltkrieg im Alter von 63 Jahren verstarb, führte der älteste Sohn Franz das Hotel weiter und ließ es 1920 total renovieren. Diesem Franz Gömöri verdankt das Parkhotel sein kulinarisches Renommee, denn er war selbst ein Feinschmecker par excellence und legte auch großen Wert auf einen gepflegten Weinkeller, der seinesgleichen suchte. Wie erfolgreich der Hotelier der zweiten Generation mit seinen kulinarischen Ideen war, zeigte sich an zahlreichen Auszeichnungen. Einen Ruf weit über Frankfurt hinaus erwarb sich der Hotelier durch seine berühmten Vorspeisen, die schon zwischen 1925 und 1937 mit höchsten Auszeichnungen bedacht wurden. Diesen Rang hat das Parkhotel bis heute bewahrt und ständig weiter gefestigt. Auch im 8. Jahrzehnt seines Bestehens ist die Küche des Parkhotels bekannt für weithin exquisite Tafelfreuden. Im Parkhotel zu speisen galt generell von jeher als etwas Besonderes, als erlesener Genuß. Privatbankiers und namhafte Industrielle führten hierher Ihre Gäste aus. Der 2. Weltkrieg ließ das Haus nahezu unversehrt, ein willkommener Anlaß für die amerikanischen Truppen, hier "Quartier zu machen" und diesen Sitz zwölf Jahre beizubehalten. Erst im Jahre 1952 erhielt Franz Gömöri wenigstens das Restaurant zurück. Er verhalf ihm alsbald wieder zu gastronomischen Ehren. Als er zwei Jahre später verstarb, trat das Erbe sein Sohn Herbert, gelernter Koch und Kellner an. |
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Die Ära Paul Bocuse
1956 stand das Hotel wieder ganz zur Verfügung und konnte ein Jahr darauf zur ersten großen Nachkriegs-IAA endlich wiedereröffnet werden. Es wurde noch ein knappes Jahrzehnt als Familienhotel weitergeführt. Mittlerweile aber lagen Hotelneubauten stark im Wettbewerb, die Budgets für moderne Investitionen wurden immer umfangreicher. So kam es dann doch letztendlich, daß das Familienunternehmen 1966 an die Participation Hotelières S.A. veräußert wurde.
1970 mündeten langfristige Verhandlungen über die Ausdehnung der Hotelkapazitäten in die Einweihung eines Erweiterungsbaues. Die Bettenzahl erhöhte sich auf 416 in 280 Zimmern. Und auch der gastronomische Ruf des Hauses konnte neuzeitlichen Vorstellungen vom exklusiven Speisen angepaßt werden: Das Parkhotel Frankfurt war nicht nur eines der ersten deutschen Häuser die sich mit Nouvelle Cuisine beschäftigte. Hier hatte auch der berühmteste Koch der Welt, Paul Bocuse, einen seiner ersten Auftritte im Ausland. Was gabt es? Die legendäre Trüffelsuppe au Président Giscard D'Estaing, dann Steinbutt Vigneronne und schließlich Geflügelbrüstchen de Bresse. |
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Das Le Méridien Parkhotel heute
Ende 1979 ging das Parkhotel Frankfurt in Besitz der Bank für Gemeinwirtschaft über - und 1983 schließlich war es die Schweizer Mövenpick International, die das Haus am Wiesenhüttenplatz erwarb und für ein knappes Jahrzehnt zum Flaggschiff der Gruppe in Deutschland machte.
Im Januar 1994 wurde das Parkhotel von der englischen Hotelgesellschaft Forte Plc übernommen, welche weltweit mit über 800 Häusern in verschiedenen Kategorien vertreten ist. Im Zuge der Neueingliederung aller zu Forte gehörigen Häuser nennt sich das Parkhotel Frankfurt seit dem 18. September 1995 Le Méridien Parkhotel. Das Le Méridien Parkhotel in Frankfurt hat den Hochsommer 2003 für eine umfassende Renovierung seines Business-Flügels genutzt und glänzt jetzt mit 100 Zimmern im neuen, hochwertigen Design. So gehören zur neuen Ausstattung neben einer frischen Farbgestaltung Plasmabildschirme mit einer Sichtdiagonale von 106 cm in den Doppelzimmern bzw. 80 cm in Einzelzimmern, Möbel aus hellem Ahornholz und ein neues Beleuchtungssystem mit modernen Lichtobjekten. Ein weiterer Blickfang sind gläserne Wandbilder mit farblich hinterlegtem Sandstrahlmuster. Auch die Bäder wurden der Schönheitskur unterzogen: Waschschüsseln aus weißer Keramik, Designerarmaturen, gläserne Duschwände und grünlich schimmernde Milchglastüren setzen die Akzente zwischen einem Fußboden aus schwarzem Granit und hellgrauen Marmorwänden. Und weil speziell Geschäftsreisende ihre zeitliche Unabhängigkeit lieben und wieder häufiger zu „do it yourself" greifen, wurde jedes Zimmer mit einer Bügelstation ausgestattet. In die Technik wurde ebenfalls investiert: Der Schallschutz wurde verbessert, und die oberen vier Etagen erhielten eine neue Klimaanlage. |



